„Ja, gesund muss man sein.
Paul klatt
Das ist der Tipp, den ich geben kann. Wenn man nicht gesund ist, kann man nicht arbeiten.“

Geboren 1925 in Mehlgast

Geboren 1925 in Glasdörfl
Sie verliebten sich beim Flüchtlingsball
Heimat und Kindheit
Anna wurde 1925 in Glasdörfl (in der Nähe von Brünn) im Sudetenland geboren und wuchs mit ihren vier Geschwistern auf. Paul, ebenfalls 1925 geboren, stammt aus Mehlgast in
Hinterpommern. Sein Vater war Waldarbeiter. Die Mutter versorgte die fünf Kinder. In der Dorfschule lernten alle Altersstufen in einem Raum. Nach der Schule arbeiteten die Kinder oft im Wald oder auf dem Feld. Bei der Kartoffelernte halfen sie mit, um
wertvolle Marken zu verdienen. Das Leben war einfach und von harter Arbeit geprägt.
Flucht und Vertreibung
Der Zweite Weltkrieg beendete die Jugend frühzeitig. Mit 17 Jahren wurde Paul zur Wehrmacht eingezogen und war in Norwegen und in Griechenland im Einsatz. In Belgien geriet er in
amerikanische Gefangenschaft. Seine Eltern mussten ihr Haus 1945 verlassen und flohen, sodass er nicht heimkehren konnte. Seine Schwester holte ihn ins Allgäu.
Anna war während des Krieges beim Reichsarbeitsdienst in Schleswig und konnte ebenfalls nicht mehr nach Hause zurückkehren, da ihre Familie aus der Nähe von Brünn vertrieben worden war. Sie kam ebenfalls ins Allgäu, wo sie außerhalb von Wiggensbach in einem Bauernhof in einem kleinen Zimmer einquartiert wurde.
Neuanfang im Allgäu
Das Paar lernte sich in Wiggensbach auf einem Tanzabend, einem sogenannten „Flüchtlingsball“, kennen. Anna arbeitete in einer Weberei und Paul schließlich als Waldfacharbeiter im Kürnacher Tal. Das Paar heiratete 1950 in der Kemptener Klosterkirche St. Anton. Sie zogen gemeinsam nach Wegscheidel bei Buchenberg und gründeten eine Familie. 1962 baute das Ehepaar in Buchenberg mit viel Eigenleistung ihr eigenes Haus in Buchenberg, in dem sie noch heute mit vier Generationen unter einem Dach wohnen. Das Allgäu wurde ihre neue Heimat, in der sie sich wohlfühlen.


Hier steht die Biografie