„Einheimischer oder Flüchtling.
Peter Fink
Da hat man als junger Mensch
gar keinen Unterschied
gekannt.“

Geboren 4. Juni 1938
in Waltenhofen
Vater starb in Gefangenschaft
Er wuchs mit zwei Brüdern auf
Er heiratete eine Heimatvertriebene
aus dem Egerland
Er verliebte sich in eine Heimatvertriebene
Heimat und Kindheit
Peter Fink wurde 1938 in Waltenhofen geboren. Sein Vater verstarb nach Kriegsende in französischer Gefangenschaft. Seine Mutter arbeitete als Näherin und musste die drei Söhne
alleine aufziehen.
Schon früh arbeitete Peter als Hirtenbub bei Bauern in der Umgebung und legte den Schulweg oft barfuß zurück. Eine besondere Erinnerung sind die Kleider aus amerikanischen CARE-Paketen, um die ihn andere Kinder beneideten. Nach der Volksschule absolvierte er eine Ausbildung als
Former im Gusswerk Waltenhofen.
Aufnahme von Evakuierten
und Vertriebenen
Obwohl Fink Einheimischer war, prägte das Schicksal der Vertriebenen seinen Alltag. In seinem Elternhaus wurde eine evakuierte Frau aus Berlin einquartiert, die dort bis zu ihrem Tod blieb. Fink pflegte einen unvoreingenommenen Umgang mit Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, die in den umliegenden Höfen aufgenommen wurden.
Nachkriegszeit
Die Nachkriegszeit war von Mangel geprägt. Mit dem Leiterwagen organisierte Fink Käse-Sonderrationen und sein Fahrrad versteckte er unter Brennholz vor den Besatzern.
Später arbeitete er im Tankanlagenbau und lernte seine Frau Maria im Krankenhaus Obergünzburg kennen. Sie kam als Heimatvertriebene aus dem Egerland (heute: Gebiet im Westen Tschechiens) ins Allgäu.
Aus Sicht von Peter Fink war der Zuzug der Flüchtlinge und Vertriebenen ein Glücksfall, da sie wertvolles Wissen und neue Erfahrungen in die Region brachten.

in der Salzstraße im Jahr 1946.

Hier steht die Biografie