„Und wir standen da und
rosemarie lauber
standen da und
kalt ist es gewesen.“

Geboren am 19. Juni 1929
in Oels/Schlesien
Sie floh 1945 ins Sauerland
Beim Skifahren in Nesselwang lernte sie
ihren Mann kennen und zog ins Allgäu
Flucht bei minus 25 Grad
Heimat und Kindheit
Rosemarie Lauber wurde 1929 in Oels (Schlesien, heute Polen) geboren, wo sie eine behütete Kindheit in ihrer Heimat verbrachte. Ihr Vater war
stellvertretender Leiter des Katasteramts und die Familie war fest in der Gegend verwurzelt. Trotz der NS-Zeit und der Pflichtmitgliedschaft in der
Hitlerjugend blieben familiäre Traditionen – wie z.B. das Ostereiersuchen im Garten – in der Erinnerung.
Flucht und Vertreibung
Am 20. Januar 1945 floh Rosemaries Mutter mit ihren fünf Kindern und ihrem Dienstmädchen mit dem letzten Zug aus Oels. Die dramatische Flucht bei extremer Kälte mit bis zu -25 Grad führte über Schweidnitz (Schlesien) nach Halle (Saale), wo sie auf die Großeltern und weitere Verwandte trafen. Von dort reiste die Familie zu Verwandten des Großvaters ins Sauerland.
Neuanfang im Allgäu
Nach einigen Jahren im Sauerland und einer Tätigkeit bei der Post in Düsseldorf führte die Liebe Rosemarie schließlich ins Allgäu. Bei einem
Skiurlaub in Nesselwang lernte sie ihren zukünftigen Mann kennen. Der Neuanfang in Kempten war vorerst von Dialektbarrieren geprägt – ihr Schwiegervater forderte sie scherzhaft auf, „erstmal richtig Deutsch zu lernen“.
Heute, nach über 60 Jahren in Kempten, ist sie eine überzeugte Allgäuerin, die die „Allgäuer Luft“ schätzt und stolz auf ihre Enkel und Urenkel blickt.

fanden viele Heimatvertriebene eine erste Unterkunft.

Hier steht die Biografie